Der Hohmichele
bei der Heuneburg

Im Wald nahe der Heuneburg liegt eine weit streuende Gruppe von über 30 Grabhügeln. Der Hohmichele gehört als imposantester mit 85 m Durchmesser und 13,5 m Höhe zu den größten Grabmonumenten ganz Mitteleuropas.

Bei einer Untersuchung 1937/38 wurde der Hügel zu etwa einem Drittel untersucht. Es wurden fünf Bestattungen gefunden.

 

Das Hauptgrab bestand aus einer 3,5 auf 5,7 m große Kammer aus Eichenbohlen. Leider war das Grab früh beraubt worden. Es konnte aber trotzdem noch Teile vom Pferdegeschirr und Reste eines vierrädrigen Wagens ausgegraben werden. Viele kleine Perlen aus grünem Glas und einige Bernsteinobjekte und schmale Goldbänder, vermutlich von Kleidungsstücken wurden ebenfalls gefunden.

Etwa 4 m über der Hauptgrabkammer wurde eine weitere Bestattung in einer Nebenkammer gefunden. Diese Kammer war nicht geplündert worden.

 

Nach den Beigaben handelt es sich bei den Bestatteten in dem Nebengrab um einen Mann und eine Frau. Sie lagen auf Felle gebettet unter einem Wagen. Der Frau wurden zwei große Schmuckketten aus Bernsteinperlen und Glasperlen mit ins Grab gegeben. Ein Lederköcher mit 51 Pfeilspitzen war vermutlich die Beigabe des Mannes. Bronzegeschirr, ein Kessel, ein Teller und Trinkgefäß befanden sich ebenfalls in der Kammer.

Link zum Museum Heuneburg

 

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