Die Grabhügel Gießübel/Talhau
bei der Heuneburg

In unmittelbarer Nähe der Heuneburg befinden sich vier Großgrabhügel im Gewann Gießübel und dem Wald Talhau.

Drei der Hügel wurden zwischen 1954 und 1989 vollständig untersucht. Dabei stellte man fest, daß die Hügel auf den Resten einer Heuneburg-Aussensiedlung errichtet worden waren. Diese Siedlung wurde etwa zeitgleich mit der Heuneburg um 600 vor Chr. errichtet.

Im ersten Hügel war ein ca. 50jähriger Mann beigesetzt worden. Es wurden dort aber auch Skelettreste von zwei Frauen gefunden. Das Grab war beraubt worden, aber Waffen, bronzene Trachtteile und Kleiderbesatz aus Goldfolie und Bernsteinplättchen waren jedoch noch in der Grabkammer.
Es wurden mindestens noch 20 weitere Bestattungen in dem Hügel vorgenommen.

 

Im 2. Hügel wurde in der Hauptgrabkammer Skelettreste von zwei Menschen entdeckt. Diese Grabkammer war aber bedeutend kleiner als die im Hügel 1. Auf ein 1876 unerkannt zerstörtes Nebengrab deuten insgesamt vier Bronzeteller und ein großer Bronzekessel.

Die Hauptkammer vom 4. Hügel barg nach Beraubung noch Reste eines Wagens und einen bronzenen Gürtelbeschlag. In diesem Hauptgrab lag nur eine Person.

Größe der Grabhügel und die wertvolle Ausstattung deuten darauf hin, dass sie die Gräber von bedeutenden Personen der keltischen Siedlung gewesen sind.

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