Der Ipf bei Bopfingen

Der Ipf bei Bopfingen im Ries ist der östlichste Ausläufer der Schwäbischen Alb. Er ist 668 Meter hoch und wurde sehr früh schon besiedelt. Erste Zeugnisse von Besiedlung reichen bis in die Jungsteinzeit zurück.

 

Die Hänge des Zeugberges fallen nach Westen, Norden und Süden steil ab. In Östlicher Richtung sind die Hänge flacher und hier entstanden in der Spätbronzezeit, in der Eisenzeit (8. - 5. Jh. v. Chr.) und in keltischer Zeit (ab dem 5. Jh. v. Chr.) mächtige Wallanlagen und Graben.

So könnte die keltische Siedlung auf dem Ipf ausgesehen haben.

Die alte Lindenallee ist wohl schon in vorgeschichtlicher Zeit der Zugang zur Siedlung gewesen.

Eine wunderschöne Landschaft mit Wacholderhängen

Fast oben...

Aber ein kleines Stück geht es noch bergauf

Ein herrlicher Ausblick nach unten

Die Wallanlagen

Noch mehr Wälle

Endlich ganz oben auf dem Hochplateau

1869 unternahm E. Paulus die ersten Ausgrabungen am Ipf.
1907/08 hat F. Hertlein die ersten wissenschaftlichen Untersuchungen unternommen. Leider sind so gut wie keine Ausgrabungsgegenstände mehr auffindbar. Herr Hertlein hatte aber einige seiner Funde 1911 im schwäbischen Albvereins-Blatt veröffentlicht.

Darunter Fundstücke aus der Jungsteinzeit und frühen Bronzezeit. Zu den bemerkenswertesten Funden aus der Hallstattzeit zählt eine griechische Scherbe aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. Sie lässt auf einen frühkeltischen Herrschaftssitz schließen mit Handelsbeziehungen bis in den Mittelmeerraum.
Auch Funde aus der Latènezeit waren abgebildet. Eine römische Terra Nigra-Scherbe und eine bronzene Scharnierfiebel, die Hertlein erwähnt, zählen zu den jüngeren Funden.

Im Museum im Seelhaus sind einige Funde zu besichtigen.

Infos Website Bopfingen

Ganz in der Nähe
Die keltische Viereckschanze in Jagstheim i. R.

Am Ries rund um den Ipf gibt es einige Fundstellen aus der Eisenzeit. Hallstattzeitliche Grabhügel bei Meisterstall, keltische Siedlungen am Ohrenberg bei Benzenzimmern und in den Industriegebieten Nord-Östlich und Süd-Östlich bei Bopfingen oder der Goldberg, der schon ab der Steinzeit besiedelt war.

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